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Thema · Dabei sein

Damit du dabei bist, wenn es schön wird.

Niemand will Muskeln. Alle wollen, was Muskeln möglich machen: den Koffer in die Ablage, das Kind auf die Schultern, die Wanderung bis zur Hütte, den Garten im Frühjahr. Wer das zurückwill, braucht kein Fitnessprogramm. Er braucht Alltagskraft.

Wo stehst du gerade?

Was da los ist

Warum die schönen Dinge zuerst wegbrechen

Im Alltag reicht die Kraft, bis der Alltag mehr verlangt: der Umzug, die Wanderung, das Wochenende mit den Kindern.

Der Bürotag fordert den Körper nie. Also spart er, was er nicht braucht. Beim ersten echten Anlass merkst du es: Treppe zur Hütte, Koffer, Kind. Nicht das Alter ist schuld, die Woche davor.

Dein erster Schritt: Zwei Einheiten pro Woche mit dem, was der Alltag verlangt: heben, tragen, steigen. Nach vier Wochen fühlt sich das Wochenende anders an.

Nach langer Pause sagt man Einladungen ab. Erst die Wanderung, dann den Ausflug, dann das Familienfest.

Das Traurige: Man merkt den Verlust nicht am Training, sondern an den Absagen. Das Gute: Alltagskraft kommt schnell zurück, weil sie aus Bewegungen besteht, die der Körper kennt. Treppe, Aufstehen, Tragen.

Dein erster Schritt: Wir üben genau das: Stufen, Koffer, Aufstehen. Nach sechs Wochen sagst du wieder zu.

Nach Diagnose oder OP wird das Leben klein. Nicht weil es sein muss, sondern weil niemand sagt, wie es wieder groß wird.

Eine der größten Studien der Alternsforschung zeigt: Zwanzig Minuten Kraft- und Balancetraining pro Woche plus Gehen senken bei bereits eingeschränkten Menschen den dauerhaften Verlust der Gehfähigkeit um 28 Prozent. Nicht Hoffnung. Ergebnis eines Versuchs mit 1.635 Menschen.

Dein erster Schritt: Erstgespräch mit Befund. Dann ein Plan mit einem Ziel, das dir wichtig ist: die Treppe zum Enkel, der Weg zum Bäcker, die Reise im Herbst.

Nach einem Sturz sagt der Kopf: bleib zu Hause. Und mit jedem Nein wird die Welt kleiner.

Vermeidung fühlt sich sicher an und ist das Gegenteil. Weniger Wege, weniger Kraft, weniger Sicherheit. Der Weg zurück führt über kleine, gelungene Wege: erst im Studio, dann um den Block, dann zur Wanderung.

Dein erster Schritt: Wir üben an Stufen und mit Gewichten, die dem Alltag entsprechen. Und wir setzen dir ein Ziel, das draußen liegt.

Deine Eltern sagen die Wanderung ab, den Ausflug, das Fest. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht mehr können. Du willst, dass das bei dir anders läuft.

Der häufigste Satz von Menschen, die anfangen, lautet: „Ich trainiere, weil meine Eltern gebrechlich wurden, obwohl sie es nicht hätten müssen.“ Und der zweitwichtigste: „Trainiere, bevor du das Training brauchst.“ Wer mit Kraft ins Alter geht, bleibt dabei.

Dein erster Schritt: Zwei Einheiten pro Woche mit Heben, Tragen, Steigen. Das ist die günstigste Versicherung, die es gibt. Für dich, und vielleicht auch für deine Eltern: Wir haben Gruppen für beide.

Du willst in zwanzig Jahren noch wandern, reisen, Enkel tragen. Dann fang heute mit dem an, was du dann brauchst.

Die Pflegequote steigt von 11 Prozent bei 70- bis 74-Jährigen auf 87 Prozent bei über 90-Jährigen. Diese Kurve wird vorhergesagt von genau drei Dingen: Aufstehen können, Gehgeschwindigkeit, Griffkraft. Alle drei sind trainierbar.

Dein erster Schritt: Zwei Einheiten pro Woche mit Heben, Tragen, Steigen. Das ist die günstigste Versicherung, die es gibt.
−28 %dauerhafter Verlust der Gehfähigkeit durch 20 Minuten Kraft und Balance pro Woche. Größte Studie ihrer Art, 1.635 Menschen.
+0,08 m/sschneller gehen nach Krafttraining. Klingt wenig, ist der Unterschied zwischen Ampel schaffen und nicht.
39 %der Menschen in Deutschland fürchten, im Alter auf Pflege angewiesen zu sein. Ab 60 ist es die Sorge Nummer eins. Drei Dinge sagen es voraus: Aufstehen, Gehtempo, Griffkraft.
Was wirklich hilft

Alltagskraft kommt aus Alltagsbewegungen.

Treppensteigen ist keine Kraft-, sondern eine Leistungsfrage: Kraft mal Geschwindigkeit. Koffer heben braucht Griff und Rumpf. Ein Kind auf die Schultern braucht Beine und Schultern zusammen. Deshalb trainieren wir Bewegungen, keine Muskeln.

  • Steigen. Stufen hoch mit Tempo, runter mit Kontrolle. Das Treppensteigen bricht als Erstes weg und kommt als Erstes zurück.
  • Tragen. Zwei Einkaufstaschen, aufrecht, 30 Meter. Griffkraft und Rumpf in einer Übung.
  • Heben. Vom Boden auf den Tisch, mit geradem Rücken und starken Beinen.
  • Aufstehen. Vom Stuhl, vom Boden, aus dem Auto. Ohne Hände.
  • Ein Ziel draußen. Die Wanderung im Mai, die Reise im Herbst. Dafür trainiert es sich leichter.
Was nicht hilft: Sich schonen für das große Ereignis, Absagen aus Vorsicht, und die Vorstellung, dass Alltagskraft im Alter einfach verschwindet. Sie verschwindet, wenn man sie nicht benutzt. In jedem Alter.
Deine erste Woche

Drei Übungen für den Alltag.

Alles, was du brauchst, hast du zu Hause: eine Treppe, zwei Einkaufstaschen, einen Stuhl. Drei Tage diese Woche.

Für dich angepasst: Wähle oben rechts dein Alter, dann passen wir Sätze, Halt und Ziel an.
1

Stufe hoch, Stufe runter

Beine und Leistung · 3 Minuten · mittel
  1. Unterste Treppenstufe, Hand am Geländer, falls nötig.
  2. Rechts hoch, links nach, links runter, rechts nach. Zügig hoch, kontrolliert runter.
  3. Zehn Mal, dann mit dem anderen Bein beginnen.
  4. Zwei Durchgänge.

Steigern: Zwei Stufen, oder ohne Geländer.

2

Taschen tragen

Griff, Rumpf, Haltung · 2 Minuten · leicht
  1. Zwei gleich schwere Einkaufstaschen oder Wasserflaschen.
  2. Aufrecht stehen, Schultern hinten, Bauch leicht angespannt.
  3. 30 Meter gehen, kurz abstellen, zurück.
  4. Drei Mal.

Warum das? Griffkraft ist einer der besten Gesundheitsmarker überhaupt. Und Tragen trainiert sie im Alltag.

3

Vom Boden aufstehen

Ganzkörper · 2 Minuten · mittel
  1. Auf den Boden setzen, wie es geht: über die Knie, über die Seite.
  2. Wieder aufstehen, mit so wenig Handeinsatz wie möglich.
  3. Fünf Mal, in Ruhe.
  4. Merken, welche Seite leichter geht.

Nicht auf den Boden? Dann vom niedrigsten Stuhl im Haus. Jede Woche etwas niedriger.

Video

Einmal ansehen, dann mitmachen.

Murat zeigt die drei Alltagsübungen an einer echten Treppe und mit echten Einkaufstaschen. Sechs Minuten.

Sicherheit zuerst

Wann du besser erst zum Arzt gehst

Training ist bei den allermeisten Beschwerden der richtige Weg. Bei diesen Zeichen bitte vorher ärztlich abklären lassen:

  • Schmerz in der Brust oder Atemnot beim Treppensteigen, die neu ist
  • Schwellung der Beine oder plötzliche Gewichtszunahme
  • Ein Gelenk, das beim Steigen nachgibt oder blockiert
  • Brustschmerz, ungewohnte Atemnot, Schwindel oder unregelmäßiger Herzschlag bei Belastung
  • Eine bekannte Herz-, Stoffwechsel- oder Nierenerkrankung, die noch nicht eingestellt ist
  • Ein Eingriff oder Krankenhausaufenthalt, der weniger als sechs Wochen zurückliegt

Alles andere: Komm vorbei. Wir schauen es uns gemeinsam an.

Sag der nächsten Einladung wieder zu.

Erstgespräch, 45 Minuten, kostenlos. Du sagst uns, wobei du dabei sein willst. Wir bauen den Weg dorthin.

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